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Presse
12.08.2010, 11:21 Uhr | Bergsträßer Anzeiger / Redaktionsmitglied Karl-Josef Bänker Übersicht | Drucken
Politik "light": Ministerin Silke Lautenschläger machte auf ihrer Sommertour Station im Naturschutzzentrum

Wo Kinder sinnvoll spielen


Bergstraße. Als Mutter von zwei Kindern weiß Ministerin Silke Lautenschläger, wie sinnvoll es ist, den Kleinen zum Start ins Leben das richtige Wissen zu vermitteln. Pädagogisch wertvoll geht es im Naturschutzzentrum an der Erlache zu, das vor sechs Jahren eröffnet wurde. Ferienspiele finden dort statt - und mehr und mehr entwickelt sich das Haus in eine naturwissenschaftliche Lehrwerkstatt, in der nicht nur das Spielen Spaß macht, sondern auch das Lernen.

Für Silke Lautenschläger war der Abstecher ins Naturschutzzentrum der letzte geplante Besuch als Ministerin. Ende August tritt sie zusammen mit Roland Koch von der politischen Bühne ab.

Großes Lob für das Land

Bürgermeister Thorsten Herrmann hieß Silke Lautenschläger in Bensheim willkommen und gratulierte dem "Motor der Einrichtung", Gerhard Eppler nochmals zum eben gefeierten 50. Geburtstag. Mit von der Partie waren auch die beiden Bergsträßer CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Bauer und Peter Stephan und der Erste Kreisbeigeordnete Thomas Metz. Die Stadt Bensheim und der Kreis Bergstraße finanzieren die Einrichtung.

Die Ministerin hat ländliche Wurzeln. Da sie wusste, dass das Naturschutzzentrum von einer großen Streuobstwiese umstanden ist, hatte sie einen Scheck über 500 Euro dabei. Von diesem Geld soll eine Kelter angeschafft werden, damit man im Herbst eigenen Apfelsaft pressen kann. Gesunde Ernährung der Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Geld für eine Apfel-Kelter

Lautenschläger ist auch Vorsitzende der Hessischen Stiftung für Naturschutz. "Dass mir Umwelt-Themen wichtig sind, dokumentiere ich mit meinem Besuch", sagte sie gestern. Mit dem Naturschutzzentrum sei im Kreis Bergstraße etwas Bemerkenswertes auf den Weg gebracht worden.

Erster Kreisbeigeordneter Metz stellte das Naturschutzzentrum als Beispiel guter Zusammenarbeit heraus. Metz bedankte sich für die wohlwollende Begleitung aus Wiesbaden. Der Umwelt- und Naturschutzgedanke müsse dem Bürger nahegebracht werden. Genau das passiere im Naturschutzzentrum.

Gerhard Eppler, der auch Landesvorsitzender des NaBu ist, dankte für die gute Zusammenarbeit und sprach die Hoffnung aus, dass dies in der Nachfolge von Silke Lautenschläger genau so weitergeht.

Bei einem Rundgang stellte Eppler das Haus vor, das inzwischen in den Stand einer "Pädagogischen Umwelt-Station" erhoben wurde. Das Haus ist auf Niedrig-Energiestandard gebaut, hat eine kleine Solaranlage und ist mit Brettern von der Odenwald-Lärche beplankt.

Unter diesem Holz gibt es Unterschlupf für einige Vögel, viel Insekten und manche Fledermäuse. Dies wurde zum Anlass genommen, das Naturschutzzentrum als "fledermausfreundliches Haus" auszuzeichnen. 583 gibt es davon schon in Hessen. Das Naturschutzzentrum ist das zehnte im Kreis Bergstraße.

Eintrag ins Goldene Buch

Peter Stephan bedankte sich bei der Ministerin für manche Entscheidung für die Natur. So hatte sie in diesem Frühjahr die chemische Keule gegen die Maikäfer untersagt. Stephan: "Das war eine mutige Entscheidung. Danke!"

Der Bürgermeister ehrte die Ministerin, indem er ihr das Goldene Buch der Stadt vorlegte. Im Beisein von Ferienspiel-Kindern, die ihr über die Schulter sahen, schrieb Silke Lautenschläger ihre Widmung hinein


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