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 Landtagsabgeordneter für Bergstraße, Odenwald und Neckartal
 

Presse
28.07.2010, 10:43 Uhr | Starkenburger Echo Übersicht | Drucken
,,Regenerative Energie ist ausbaufähig"

Umwelt: Landtagsabgeordneter Stephan (CDU) favorisiert Nutzung von Biomasse


KREIS BERGSTRASSE. 
 

 

 

Vor Parteifreunden erläuterte der Bergsträßer Landtagsabgeordnete Peter Stephan (CDU) die Ergebnisse der Biomasse-Potenzialstudie für Hessen. Diese Studie gibt Hinweise zur Weiterentwicklung der Bioenergie. Bis 2020 sollen 20 Prozent des Energieverbrauchs in Hessen aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Dazu soll die Biomasse 45 Prozent beitragen. Zu den Energieträgern zählen Holz und Energiepflanzen sowie Reststoffe.

 

Neben den Potenzialen wird in der Studie der Stand der Bioenergieerzeugung in Hessen dargestellt. In ihrem Basisteil weist die Studie daher eine Rangfolge der Landkreise bei der Nutzung der regenerativen Energien auf.

 

Dabei nimmt der Kreis Bergstraße bei Bioenergie in der Rangfolge der 26 Landkreise und kreisfreien Städte Platz 18 ein. In der Summe werden im Kreis Bergstraße 215 Gigawattstunden pro Jahr regenerative Energien aus biogenem Material erzeugt, in ganz Hessen sind es 7000 Gigawattstunden.

 

 

Bei der Erzeugung von Strom aus Wasserkraftanlagen liegt der Kreis dank der Staustufen in Neckarsteinach und Hirschhorn mit 8,9 Megawatt auf Platz 2 in der Reihenfolge der Landkreise, bei Photovoltaik ist es Platz 13. Bei der Nutzung der Solarthermie ist es Platz 7 und bei Nutzung der Geothermie ergibt sich Platz 6.

 

Aus dieser Rangfolge ergibt sich für den Kreis Bergstraße Platz 16 unter den 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten bezüglich der Erzeugung regenerativen Energien.

 

Wie Stephan weiter berichtet, zeigt die Studie, dass im Kreis Bergstraße derzeit drei Biogasanlagen am Netz sind werden. Es gibt vier Blockheizkraftwerke, die mit Pflanzenöl betrieben werden, ein Holzheizkraftwerk, bei dem sowohl Wärme als auch Strom erzeugt wird, sowie 25 Holzheizkraftwerke. An sechs Staustufen an Bächen und Flüssen wird Energie erzeugt. Eine Anlage gewinnt Deponiegas und in fünf Anlagen im Kreis wird Gas aus Kläranlagen aufbereitet und energetisch genutzt.

 

 

Bei der Nutzung der Fotovoltaik liegt die Stadt Bürstadt mit weitem Abstand vor den anderen Riedgemeinden, während Fotovoltaik in den Odenwaldgemeinden weniger verbreitet ist. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass im Kreis derzeit 215 Gigawattstunden pro Jahr an regenerativen Energien auf der Basis von biogenen Materialien erzeugt wird. Das noch auszuschöpfende Potenzial liegt bei 165 Gigawattstunden. Also ist eine Steigerung um 75 Prozent möglich. Diese Steigerung liegt über dem Steigerungswert für Bioenergie in Hessen, der bis zum Jahre 2020 mit 58 Prozent erwartet wird. Als Resümee dieser Studie hält der Landtagsabgeordnete fest, dass enorme Ausbaupotenziale im Bereich der Bioenergie bestehen. Stephan ist Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für die Themenbereiche Umwelt und Energie.

 

,,Bioenergie zu nutzen ist insbesondere wichtig, weil sich im Kreis Bergstraße nicht alle Flächen zum Aufbau von Windrädern eignen. Gerade aber der Odenwaldteil des Kreises Bergstraße kann wesentlich durch seinen Holzreichtum und seine landwirtschaftlichen Betriebe einen Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung leisten", schreibt der Abgeordnete. Damit werde den Landwirten und den Forstwirten ein Zusatzeinkommen ermöglicht.

 


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