GeDanken zum Jahreswechsel.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu. Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind Zeiten der Ruhe, der Besinnlichkeit, des Nachdenkens, des Fassens neuer Vorsätze, vor allem aber ein Zeitraum, in dem wir uns alle mehr dem Miteinander in Familie und unter Freunden und Bekannten widmen.
Bedanken möchte ich mich für die Unterstützung und für die vielen fruchtbaren Gespräche im zum Ende gehenden Jahr.
2011 war ein Jahr, dass uns mit dem tragischen Unfall in Fukushima, der Erkenntnis, dass weiteres Schuldenmachen des Staates unverantwortlich ist oder der anhaltenden Diskussion über den Euro vor Augen geführt hat, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Die Welt, die Gesellschaft, der Staat: alle leben über ihre Verhältnisse.
Ich meine, die Bürgerinnen und Bürger haben dies erkannt. Sie haben in Hessen mit einer überwältigenden Mehrheit beschlossen, dass es ab 2020 durch die Schuldenbremse keine Neuverschuldung mehr geben darf. Und die Bürgerinnen und Bürger haben damit auch bekundet, dass sie bereit sind, auf die eine der andere bisher gewohnte staatliche Leistungen zu verzichten.
Die Bürgerinnen und Bürger haben auch bekundet, dass sie die Risiken der Kernenergie höher einschätzen als den Nutzen der Technologie für den Wohlstand unseres Landes. Sie wollen, und das ist richtig und konsequent, eine andere und nachhaltigere Energiepolitik. In Hessen hat die Landesregierung unter Ministerpräsident Bouffier mit dem Energiegipfel erreicht, dass sich nahezu alle Parteien und gesellschaftlichen Gruppen auf wichtige gemeinsame Punkte für die Energiewende geeinigt haben.
Dazu gehört auch der Ausbau der regenerativen Energien in weitaus stärkerem Maße als bisher. Wir dürfen und können nicht weiter der Erde ihre Schätze entnehmen,- zu Lasten unserer Kinder und Nachfahren. Die uns von dem Schöpfer übertragene Aufgabe, „macht Euch die Erde Untertan“, darf niemals den Erhalt der Schöpfung Gottes gefährden. Gerade dies ist wichtig für eine christlich orientierte Politik.
Wir müssen auch mit anderen Naturschätzen, wie dem Wald, der Luft, den Ackerflächen oder dem Wasser sorgsam umgehen.
Dies alles ist möglich, ohne dass wir den gewohnten Lebensstandard aufgeben müssen. Deutschland und Hessen sind dafür gut aufgestellt. Hohe Wirtschaftskraft, weniger Arbeitslose und das Umdenken auf mehr Nachhaltigkeit bei Finanzen und Umwelt lassen uns zuversichtlich in die Zukunft schauen. Wichtig ist und bleibt aber auch, dass alle mitgenommen werden. Dass soziale Härten gemildert werden. Dies ist die Dritte wichtige Aufgabe der Nachhaltigkeit und gleichzeitig Aufgabe für jeden von uns.
Eine starke Wirtschaft mit guter Steuerkraft schafft dazu die Voraussetzungen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir können beruhigt, zuversichtlich und vertrauensvoll in die Zukunft schauen. Die Herausforderungen, die vor uns liegen, sollen uns anspornen, zuzupacken und vernünftige Lösungen zu finden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise von Familie und Freunden und zum Jahreswechsel 2012 alles Gute, vor allem Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.
Mit herzlichen Grüßen